Glienicker Brücke
Glienicker Brücke

Die Glienicker Brücke überspannt die Havel an einer Engstelle zwischen Jungfernsee und Glienicker Lake und gilt als eine der historisch bedeutendsten Straßenverbindungen zwischen Potsdam und Berlin. Die heutige Stahl-Fachwerk-Konstruktion stammt aus dem Jahr 1907, zuvor hatten allerdings bereits drei andere Brücken an der gleichen Stelle existiert. Direkte Vorläuferin der heutigen Glienicker Brücke war eine 1837 eingeweihte Backsteinbrücke, die auf einen Entwurf von Karl Friedrich Schinkel zurückging und sich perfekt ins Landschaftsbild einfügte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts musste sie allerdings ersetzt werden, da sie zu niedrig war, um dem zunehmenden Schiffsverkehr auf der Havel die Durchfahrt nach Potsdam zu ermöglichen.

Die stählerne Glienicker Brücke wurde von der Duisburger Firma Harkort errichtet. Sie war nicht nur höher, sondern auch breiter als die Schinkel-Brücke, was dem immer größeren Automobilaufkommen zwischen Potsdam und Berlin geschuldet war. Die Konstruktion stieß allerdings zunächst auf wenig Gegenliebe: Denkmalschützer protestierten lautstark gegen den Abriss der steinernen Glienicker Brücke von Schinkel, während das Stahl-Fachwerk von Architekturkritikern eher verhalten aufgenommen wurde. Ihrer Rolle als eine der wichtigsten Verkehrsadern von Potsdam tat dies freilich keinen Abbruch. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs kam es rund um die Brücke zu intensiven Gefechten zwischen deutschen und sowjetischen Truppen, die schließlich zu ihrer Zerstörung führten. Noch 1945 wurde an der gleichen Stelle eine provisorische Flussquerung aus Holz errichtet.

Da die Stahlkonstruktion größtenteils erhalten geblieben war, konnte die Glienicker Brücke bereits im Jahr 1949 wiedereröffnet werden. In den Folgejahren stellte sie einen Grenzübergang von Potsdam nach West-Berlin dar. Schon 1952 wurde sie allerdings für den privaten Verkehr gesperrt; nach dem Mauerbau wurde der Grenzübergang gänzlich unpassierbar. Während des Kalten Krieges wurde die Glienicker Brücke mehrfach zum Austausch von Agenten und Gefangenen zwischen dem Osten und dem Westen genutzt, da sie als besonders leicht zu überwachen galt. Auch hochrangige Diplomaten nutzen sie teilweise, um von Potsdam nach West-Berlin zu gelangen. 1988 kam es außerdem zu einem erfolgreichen Grenzdurchbruch dreier DDR-Flüchtlinge mit einem LKW.

Direkt nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 wurde die Glienicker Brücke wieder für den Verkehr geöffnet. Heute ist sie Bestandteil der Bundesstraße 1 und erfüllt wieder ihre alte Rolle als Verkehrsverbindung zwischen Potsdam und Berlin. Wegen ihrer einzigartigen Konstruktion, ihrer bewegten Geschichte und ihrer landschaftlich reizvollen Lage stellt sie zudem ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen dar. Das gesamte Landschaftsensemble rund um die Glienicker Brücke gehört mittlerweile zum Weltkulturerbe der UNESCO, die Brücke selbst gilt als Denkmal für die deutsche Teilung und ist bis heute einer der bekanntesten ehemaligen Grenzübergänge.

Glienicker Brücke Karte

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