Einsteinturm
Einsteinturm

Der Einsteinturm, ein in den Jahren 1919 bis 1922 erbautes Sonnenobservatorium, befindet sich auf dem Telegrafenberg in Potsdam im "Wissenschaftspark Albert Einstein". Erbaut wurde er im Rahmen einer Zusammenarbeit des Architekten Erich Mendelsohn mit dem Astrophysiker Erwin Finlay Freundlich und dem Nobelpreisträger Albert Einstein, dem das Gebäude auch seinen Namen verdankt und dessen von Kurt Harald Isenstein 1928 geschaffene Büste noch heute im Eingangsbereich steht.

Freundlich, der an der Sternwarte Babelsberg nahe Potsdam beschäftigt war, verfolgte Einsteins Arbeit an der Allgemeinen Relativitätstheorie und interessierte sich dafür, dessen Überlegungen praktisch zu überprüfen und nachzuweisen. Aus diesem Grund drängte er seinen Freund Mendelsohn dazu, in Potsdam ein geeignetes Observatorium zu entwerfen. Mendelsohn willigte schließlich ein, für ihn sollte dieses Projekt den beruflichen Durchbruch darstellen, mit dem er internationale Bekanntheit erlangte. Auf Grund von Einsteins weltweiter Bedeutung konnten für das Vorhaben in Potsdam sowohl der preußische Staat als auch die deutsche Industrie als Financiers gewonnen werden.

Zwei Jahre nach der Beendigung der Arbeiten an dem Gebäude waren schließlich auch die wissenschaftlichen Geräte installiert, so dass das Observatorium im Dezember 1924 in Betrieb genommen werden konnte. Allerdings gelang der ursprünglich angestrebte Nachweis der Verschiebung von Spektrallinien im Schwerefeld der Sonne nicht. Trotzdem konnten im Bereich der sonnenphysikalischen Grundlagenforschung zahlreiche Ergebnisse erzielt werden.

Der hell ockerfarbene Einsteinturm beeindruckt vor allem durch seine außergewöhnliche expressionistische Architektur, die aber auch bereits Jugendstilmerkmale aufweist. Mendelsohn selbst ordnete sein Werk der Organischen Architektur zu, bei der neben einer Harmonie von Gebäude und Landschaft vor allem eine Unterordnung der Form gegenüber der Funktion im Fokus steht. Die wissenschaftlichen Anforderungen des Observatoriums machten es notwendig, das Teleskop auf einem eigenen Fundament zu errichten, während das Gebäude an sich eher als Schutzhülle konzipiert war. Gestalterisch war dem Architekten ansonsten freie Hand gelassen worden.

Eigentlich sollte der Einsteinturm ein reines Stahlbetonkonstrukt werden, letztendlich ließ sich dies jedoch aufgrund der noch unausgereiften Technik und der schlechten Materialien nicht realisieren, so dass Teile aus Ziegelsteinen aufgemauert wurden. Schon während der Bauphase, aber auch nach ihrer Beendigung, kam es immer wieder zu Schäden an dem Gebäude, die umfangreiche Reparaturen notwendig machten. In den Jahren 1997 - 99 wurde der Einsteinturm zuletzt aufwendig renoviert. Heute ist das Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam Eigentümer und Nutzer des Gebäudes, das immer noch als Observatorium Verwendung findet. Der Einsteinturm beherbergt derzeit eine leistungsfähige Sonnenforschungsanlage.

Das sehr sehenswerte Bauwerk ist jederzeit von außen zu besichtigen, auf Grund der Forschungsarbeiten ist ein Besuch der Innenräume allerdings nur in den Monaten Oktober bis März im Rahmen einer Führung nach Anmeldung möglich.

Einsteinturm Karte

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